Seifenkistentechnik mit Prof. Schonhammer und Chris Teil 4: Das Sägen

Hallo Seifenkistenfreunde,

heute möchte ich Euch zum 4. Teil der Seifenkistentechnik begrüßen. In diesem Artikel dreht sich alles rund um das Sägen. Wobei hierbei das Sägen mit einer Handsäge besprochen wird.

Sägen ist das Abnehmen kleiner Späne mit vielen auf der Schmalseite eines Sägeblatt hintereinenander angeordneten meißelartigen Schneiden (Zähne), von denen mehrere gleichzeitig wirksam sind.

So habe ich es damahls in meiner Lehrzeit notiert.

Das Sägen dient hauptsächlich zum Trennen von Werkstoffen, ausserdem von Schlitzen und Einschnitten.

 

Teile einer Handsäge :

  • Spannmutter
  • Führungsstück
  • Bügel
  • Sägeblatt
  • Spannkloben mit Kreuzloch und Haltestift
  • Heftkloben
  • Griff

Die Zähne einer Säge stehen immer in Schnittrichtung.

Winkel am Sägezahn :

  1. Keilwinkel
  2. Freiwinkel
  3. Spanwinkel

 

Führen der Säge :

Die Handkraft muss der Schnittlänge des Werkstoffs angepasst werden um einen gleichmäßigen Schnittduck beim Sägen zu erzielen.

große Schnittlänge – große Handkraft
kleine Schnittlänge – kleine Handkraft

Tip von Professor Schonhammer:

Am Schnittende immer mit gereingerem Druck arbeiten …

Soweit zum Sägen mit der Händbügelsäge.

In den weiteren Teilen gehen wir nun ans „Eingemachte“. In diesen Beiträgen sollen Themen rund um Seifenkistenbauteile wie Bremse oder Lenkung und deren Technik beschrieben werden. Ihr könnt also gespannt sein ….

Keep On Racing und viele Grüße,Chris

Seifenkistentechnik mit Prof. Schonhammer und Chris – Teil 3: Gewinde schneiden

Hallo Seifenkistler,
in unserem dritten Teil der Reihe Seifenkistentechnik geht es rund um das Gewinde schneiden.

 

Unter Gewinde versteht man eine profilierte Einkerbung, die fortlaufend wendelartig um eine zylinderförmige Wandung – innen oder außen – in einer Schraubenlinie verläuft. (Quelle: Wikipedia)

Beim Bau von Seifenkisten ist das Gewindeschneiden von Gewindebohrungen eine nicht zu vernachlässigende Tätigkeit um Schraubverbindungen herstellen zu können.

Gewinde, Schrauben und Muttern unterliegen ISO-Normen. Nur durch strenge Normierung ist der weltweite Austausch von Schrauben und Muttern möglich. Die Form eines Gewindes wird im wesentlichen durch fünf Masse bestimmt:

  • Der Aussendurchmesser des Bolzens gibt meistens die Gewindegrösse an.
  • Der Kerndurchmesser, dieser muss beim Mutterngewinde vorgebohrt werden.
  • Der Flankendurchmesser.
  • Der Flankenwinkel zwischen den Gewindeflanken.
  • Die Steigung ist der Abstand von Gewindespitze zu Gewindespitze.

Aussen- oder Bolzengewinde sind an der Mantelfläche eines Zylinders eingeschnitten. Innen- oder Mutterngewinde werden in Bohrungen geschnitten. Je nach Drehsinn beim Einschrauben werden Rechts- und Linksgewinde unterschieden. Der Normallfall ist Rechtsgewinde, d.h. Einschrauben im Uhrzeigersinn.

Die gängigsten Normen im europäischen Bereich sind:

Metrisches Regelgewinde
Die Bezeichnung besteht aus dem Buchstaben M und einer Zahl die den Aussendurchmesser angibt, z. B. M10 ist ein metrisches Regelgewinde mit 10 mm Aussendurchmesser, 60° Flankenwinkel, rechtsgängig und einer Steigung von 1.5 mm. M10-LH ist ein metrisches Gewinde wie oben, aber linksgängig.

Metrisches Feingewinde
Die Bezeichnung besteht aus dem Buchstaben M, dem Aussendurchmesser und der Steigung, z. B. M10x1 ist ein metrisches Feingewinde mit 10 mm Aussendurchmesser, 60° Flankenwinkel, rechtsgängig und einer Steigung von 1.0 mm.

Metrisches kegeliges Aussengewinde
Die Bezeichnung besteht aus dem Buchstaben M, dem Aussendurchmesser, der Steigung und dem Zusatz keg, zum Beispiel M10x1 keg. Für selbstdichtende Verbindungen wie Verschluss-Schrauben, Schmiernippel und ähnliches.

Welche Werkzeuge werden für das Gewindeschneiden benötig ?

für Aussengewinde
Roll- Press-, Dreh- und Fräswerkzeuge setzt die Industrie ein. Dem Heimwerker stehen Schneideisen, Nachschneidmuttern und Drehwerkzeuge zur Auswahl. Schneideisen sind geeignet, um beschädigte oder verschmutzte Gewinde nachzuschneiden. Auf der Drehbank (mit Leitspindel) schneiden wir Gewinde mit Hilfe eines Gewindeprofilstahls mit 60° oder 55° Flankenwinkel. Die Steigungkann mit der Steigungslehre kontolliert werden.

für Innengewinde
Industriell werden Innengewinde mit Hilfe von Gewindebohrern, Gewindeformern, Dreh- und Fräswerkzeugen gefertigt. Als Heimwerker werden meist Gewindebohrer verwendet. Gewindebohrer sind als Maschinen- und Handbohrer im Handel. Maschinenbohrer sind in verschiedenen Ausführungen für Sack- und Durchgangsloch, sowie für weiche, mittler und harte Werkstoffe erhältlich. Handbohrer sind Sets mir zwei oder drei Bohrern, Vor-, Nach- und Fertigschneidern. Der Gewindebohrer wird mit Hilfe des Windeisens fluchtend in das Kernloch getrieben.

Tip:

Beim Gewindeschneiden von Hand mit dem Gewindebohrer unbedingt darauf achten, dass der Bohrer mit der Bohrung fluchtet. Achtet man nicht auf rechtwinklige Lage des Schneideisens zum Bolzen, so erhält man ein Gewinde das eiert. Zudem schadet es nicht beim schneiden mit Schneidöl zu schmieren.

Um ein Innengewinde zu erzeugen muss erst ein Kernloch gebohrt werden, welches mit einer 90° Senkung versehen wird. Die Ansenkung ist notwendig, um dem Gewindebohrer einen besseren Anschnitt zu gewährleisten

Quelle: Hommel Herkules

Weitere Informationen könnt Ihr im Web z.B. auf Wikipedia finden.

Ich hoffe diese Folge von Seifenkistentechnik hat Euch gefallen. Es wäre sehr nett von Euch, wenn Ihr mir einen Komentar auf diesem Blog hinterlassen würdet.

Keep On Racing und viele Grüße,Chris

Närrisches Seifenkistenrennen in Schildtach

Am 7. Februar findet in Schildtach wieder das alljährliche närrische Seifenkistenrennen statt. Der Sieger wird durch Schallpegelmessung das Zusachauerapplaus festgestellt.

“Schiltach. Das 16. närrische Seifenkistenrennen findet am Fasnetsunndig, 7. Februar, in Schiltach statt. Auch dieses Mal winken wieder für alle Teilnehmer Sachpreise.”

Link zum Zeitungsbericht aus dem Schwarzwälder Bote : http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schiltach-dezibel-zahl-entscheidet-ueber-sieg.0932764a-cff1-4d6b-bddd-da9a2e6a5fe7.html

Viele Grüße,

Christian

Seifenkistentechnik mit Prof. Schonhammer und Chris Teil 2 Senken

Hallo Seifenkistenfreunde,

willkommen zum 2. Teil unserer Serie Seifenkistentechnik mit Prof. Schonhammer und Chris.

In dieser Folge dreht sich alles um das Senken und Senker.

Das Senken ist ein Bohrverfahren. Mittels Senker werden Bohrungen entgratet und für weitere Bearbeitungsschritte vorbereitet. Das Senken dient auch zum versenken von Schraubenköpfen damit diese bündig mit dem Werkstück abschließen. Auch erleichtert eine Senkung das Gewindeschneiden und das Einsetzten einer Schraube in ein Gewindeloch.

Welche Senkwerkzeuge gibt es ?

Senker haben üblicherweise eine kegelförmige Schneidespitze. Diese besitzt einen Spitzenwinkel von 60° zum Entgraten und von 90° um Schraubenköpfe zu versenken.

Anmerkung von Dr. Schonhammer: Damit der Senker ruhiger läuft besitzt er immer eine ungerade Anzahl von Schneiden, üblicherweise 3 oder 5 Schneiden.

Eine weitere Form ist der Querlochsenker. Dieser arbeitet in beide Drehrichtungen.

Flachsenker erzeugen eine plane Oberfläche (180°) und sind üblicherweise mit 3,4 oder 5 Schneiden ausgeführt. Eine Erweiterung des Flachsenkers ist der Zapfensenker. Bei diesem wird der Senker mittels Zapfen in der Bohrung geführt.

Die Drehzahl sollte beim senken klein gehalten werden um ein „rattern“ des Senkers zu vermeiden.

 

In diesem Sinne: Viel Spass beim Basteln und Seifenkisten Bauen.

Keep On Racing und viele Grüße,

Chris

Seifenkistentechnik mit Prof. Schonhammer und Chris Teil 1 Bohren

Hallo Seifenkistenbegeisterte,

hier wie versprochen der erste Teil unserer Reihe:

Seifenkistentechnik mit Prof. Schonhammer und Chris.

Bevor wir anfangen kurz zu den Charakteren, die uns in dieser Reihe begleiten werden:

Wie ihr unschwer erkennen könnt handelt es sich bei der Charaktere Chris um mich persönlich. Ich werde Euch durch diese Artikelreihe als Verfasser und mit Kommentaren begleiten.

 

Professor Schonhammer ist eine fiktive Person mit einigen Parallelen zu einer realen Person in unserem Verein. Wer uns und unseren Verein kennt wird sicher auch Professor Schonhammer erkennen ;-). Schreibt doch einfach einen Kommentar, wen Ihr hinter Prof. Schonhammer vermutet. Von Professor Schonhammer werden Tips und Anekdoten zum jeweiligen Thema beigesteuert.

Es wird in dieser Reihe kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben

 Teil 1 : Das Bohren

.‚Das Bohren ist nach Ordnung der Fertigungsverfahren gemäß DIN 8589-2 ein spanabhebendes Verfahren zur Herstellung und Bearbeitung von rotationssymmetrischen (meist zylindrischen) Vertiefungen in Werkstücken oder allgemeiner die Erzeugung oder Erweiterung (Aufbohren) einer Bohrung oder eines Tunnels in Festkörpern‘(Quelle WIKIPEDIA).

Soweit zur etwas hochgestochenen Definition des Bohrens. Für uns Seifenkistenbauer ist das Bohren eine extrem wichtiger Arbeitsschritt. Es müssen z.B. Verbindungslöcher oder Kernbohrungen für Gewinde gebohrt werden.

Für das Bauen von Seifenkisten werden in der Regel 2 Arten von Bohrern verwendet: Holzbohrer und Metallbohrer.

Holzbohrer besitzen einen Zentrierspitze. Die Schneiden stehen nach Aussen vor um die Holzfasern sauber abzuschneiden und ein sauberes Loch herzustellen. In der Regel bestehen Holzbohrer aus einer Chrom-Vanadium-Legierung. Die Ausführung als Schlangenbohrer ist für sehr tiefe Löcher geeignet und besitzt eine Zentrierspitze mit einem Gewinde, mit dem der Bohrer ins Holz gezogen wird.

Anmerkung von Prof. Schonhammer: Eine weitere Art des Holzbohrers ist der Forstnerbohrer. Mit diesem können Löcher mit sehr großem Durchmesser gebohrt werden …

 

 

Metall-Spiralbohrer werden in 3 verschiedene Typen eingeteilt:

  • Typ N -> Normalspanend für Werkstoffe wie z.B. Stahl
  • Typ H -> kurzspanende für harte und spröde Werkstoffe
  • Typ W -> langspanend für weiche und zähe Werkstoffe wie Aluminium

Die einzelnen Typen unterscheiden sich im Anschliff des Drallwinkels. Ein Typ N hat einen Drallwinkel von 30° und einen Spitzenwinkel von 118° (siehe Bild rechts). Der Typ N wird in Bereich des Heimwerkens der am meist verbreitetste Typ sein. Beim Blick auf die Schneide des Bohrers fallen die beiden parallel versetzten Hauptschneiden auf. Aus diesem Versatz ergibt sich die Querschneide die ca. 1/10 des Bohrerdurchmessers beträgt. Die Querschneide schneidet im gegensatz zu den Hauptschneiden nicht, sondern reibt eher. Dies führt dann im schlechtesten Fall zum verlaufen des Bohrers.

Nun der Ablauf zu einer „guten“ Bohrung :

  • mittels Messmitteln und der Reissnadel den Mittelpunkt der Bohrung auf dm Werkstück anreissen
  • Bohrloch mittels Körner ankörnen, für sehr präzise Bohrungen mit einem Zentrierbohrer vorbohren
  • Den Bohrer bei laufender Maschine in die Körnung führen (dabei das Werkstück locker halten damit der Bohrer in die Körnung finden und sich zentrieren kann).
  • Mit leichtem Druck (Vorschub) das Loch in das Werkstück bohren.
  • Anschließend das Bohrloch mit einem Kegelsenker entgraten oder zum Gewindeschneiden vorbereiten.

Anmerkung von Prof. Schonhammer : Durch das Ankörnen des Bohrlochs wird das Verlaufen des Bohrers vermieden…

Aufbohren einer schon getätigten Bohrung immer mit niedriger Drehzahl …

Beim Bohren von tiefen Löchern immer wieder kurz den Vorschub leicht veringern. Das bricht den Span und es entstehen keine riesigen “Locken” …

 

Die Drehzahl oder Schnittgeschwindigkeit des Bohrers beim bohren.

Die korrekte Drehzahl kann durch die Formel:

n= Vc * 1000 / ( n * π )

wobei Vc die Schnittgeschwindigkeit des Bohrers ist.

Diese ist bei HSS-Bohrern mit 25m/min beim bearbeiten von Metall angegeben. Bohrt man nun mit einem 10mm Bohrer so rechnet man:

n= 25m/min * 1000 / ( 10mm * π )

n= 25000 min-1 / 31,4

n= 796 min-1

Zur Vereinfachung gibt es auch Tabellen aus denen die Drehzahl abgelesen werden kann. Unter diesem Link gibt es auch eine „Onlineberechnung“ !

Soweit zum ersten Teil dieser Reihe. Weitere Informationen rund ums Bohren können z.B auf Wikipedia oder im Web abgerufen werden.

Noch eine Bitte : Denkt beim bedienen von Maschinen und bearbeiten von Werkstücken immer an Eure Sicherheit und an Eure Sicherheitsausrüstung wie Schutzbrille usw. Seid mit allen Sinnen bei der Arbeit dabei und lasst Euch nicht ablenken.

Nichts ist so kostbar wie die Gesundheit eines Jeden !!

Ein Pokal für jeden Teilnehmer

Ein regnerischer Morgen in Rossau, einem Weiler von Mettmenstetten im Herzen der Schweiz. Am Wochenende fahren hier keine Busse. Nordöstlich liegt Hauptikon, ein Weiler der noch kleineren Gemeinde Kappel am Albis. Pferdeäpfel liegen auf dem Gehsteig, das Läuten von Kuhglocken ist omnipräsent. Zwischen diesen Mikrosiedlungen im Kanton Zürich rasen an einem Sonntag knapp 100 Halbwüchsige in Seifenkisten die Landstraße hinunter…
Quelle: F.A.Z.

 

Hier der Link zum kompletten interessanten Artikel über ein Seifenkistenrennen in der Schweiz in der FAZ. Geschrieben von FIONA TURNER-HEHLEN, KANTONSSCHULE LIMMATTAL, URDORF.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/jugend-schreibt/seifenkistenrennen-ein-pokal-fuer-jeden-teilnehmer-13995265.html

Anbei auch noch der Link zur Homepage des Grand Prix von Rossau : http://gp-rossau.brun-net.ch

Keep On Racing und viele Grüße,
Chris

Internetseite aktualisiert

Hallo Seifenkistler,

wie Ihr sicher schon bemerkt habt wurde die Internetseite der Seifenkistenfreunde neu gestaltet.

Hier die Änderungen/Neuerungen:

  • Information über den Seifenkistensport und die Seifenkistenfreunde stehen im Mittelpunkt
  • Blog wurde neu gestaltet – neuste Blogbeiträge werden auf der Startseite angezeigt
  • Neuer Rennkalender (Google Kalender) der abonniert werden kann
  • Soziale Netzwerke auf Startseite (G+; Pinterest; YouTube ; RSS)
  • SKF-Newsletter zum abonnieren

Zusätzlich wurde noch ein Theme für mobile Geräte implementiert. Bei diesem ist der Blog die Landingpage.

Falls Ihr Kommentare und/oder Anregungen habt hinterlasst mir gerne einen Kommentar auf diesem Blog-Beitrag.

Viele Grüße,
Christian